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Installation: Allgemeine Hinweise zu Firewall und Virenscanner

Beitrag von: Ralf Hess
Dokumenten-ID: 672
Letzte Änderung: 2004-01-16

 

Firewall



Firewalls sollen die Systeme vor unberechtigten Zugriffen schützen. Sie überwachen sowohl den Datenverkehr zwischen den Programmen auf dem Rechner, die Kommunikation zwischen den Rechner in einem Netzwerk als auch die Kommunikation mit dem Internet. Die Firewall sperrt jegliche Kommunikation solange, bis sie freigegeben wurde. Viele Firewalls haben eine automatische Erkennung und geben bereits von sich aus die Kommunikation (ggf. nach Abfrage) frei.

Ist die Kommunikation, die ein Programm benötigt um die gewünschte Funktion auszuführen aber gesperrt, kann dieses Programm die Funktion nicht richtig ausführen und erzeugt dadurch Fehlermeldungen, die nicht immer auf die Firewall zurück zuführen sind.

In diesem Fall ist es der einfachste Weg, die Firewall zu deaktivieren, sodass die Kommunikation nicht mehr durch die Firewall gesperrt sein kann. Sind die Fehler dadurch beseitigt, ist klar, dass die Firewall nicht richtig eingestellt ist. Erkundigen Sie sich in diesem Fall nach den freizugebenden Ports und geben Sie sie frei. Dann sollte auch mit aktivierter Firewall wieder ein reibungsloser Ablauf möglich sein. Diese Tests sollten Sie in jedem Fall offline durchführen, damit Sie während dieser Zeit einem möglichen Angriff nicht schutzlos ausgeliefert sind.

Sind die Fehler aber trotz Deaktivierung noch vorhanden, kommt die Firewall als Fehlerquelle nicht mehr unbedingt in Betracht. Suchen Sie in diesem Fall nach einer anderen möglichen Fehlerquelle, bei deaktivierter Firewall. Erst, wenn der Fehler behoben wurde, sollten Sie die Firewall wieder aktivieren.

Virenscanner



Die Virenscanner sollen den Rechner vor Viren, Würmern, etc. schützen. Virenscanner bieten auch die Möglichkeit ständig im Hintergrund den Rechner nach Viren zu durchsuchen. Hierzu müssen sie aktiv sein und benötigen dafür sehr viel Rechenleistung, die sich auf die Geschwindigkeit des Rechners negativ auswirkt.

Ein Zugriff auf eine Datenbank, bei aktiviertem Virenscanner, kann 5-10 mal so lange dauern, wie ein normaler Zugriff, da sämtliche Daten sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben in die Datenbank durch den Scanner überwacht werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass möglicherweise Schutzverletzungen bei normalen Aktionen produziert werden.

Auf Grund der Tatsache, dass in Datenbanken kein Code ausgeführt wird, kann es durchaus vorkommen, dass ein aktiver Virenscanner einen Eintrag in eine Datenbank als virenähnliche Signatur interpretiert und diese Datenbank bei einem eventuellen Reparaturversuch zerstört.

Es ist in der Regel nicht notwendig, Virenscanner ständig im Hintergrund laufen zu lassen, wenn man sich nicht Daten unbekannter Herkunft (per Email, Diskette, CD, etc.) auf den Rechner holt. Solange Sie also offline sind, ist ein aktivierter Virenscanner in vielen Fällen überflüssig.

Ein Virenscanner macht Sinn, wenn man sich nicht sicher ist, ob die Daten virenfrei sind. Dann kann man den Datenträger oder den Emailanhang vom Virenscanner durchchecken lassen. Hierzu wird er gestartet und nach Beendigung des Scans wieder geschlossen.

 

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